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Spuren. Die Sammlung Gottfried Winckler
4. September - 10. November 2009

SPUREN.
DIE SAMMLUNG GOTTFRIED WINCKLER
Ein Leipziger Kunstfreund des 18. Jahrhunderts


Anton Graff: Karl Gottfried Winckler, 1769, Privatbesitz

Die bedeutendste Leipziger Kunstsammlung des 18. Jahrhunderts war die von Gottfried Winckler d. J. (1731–1795). Als der Kaufmann Winckler 1795 starb umfasste sein „Kabinett“ ca. 1.300 Gemälde, 2.469 Handzeichnungen, 80.000 Kupferstiche, eine Bibliothek von 6.842 Bänden und eine beachtliche Anzahl von Gemmen.

Es gehört zu den Zufällen der Geschichte, dass der Großteil von Wincklers Sammlung sich in seinem Elternhaus in der Katharinenstraße 22 aufbewahrt wurde, an der Stelle, an der sich heute das Museum der bildenden Künste befindet. Nach Wincklers Tod wurde die Sammlung von seinen drei Söhnen versteigert und damit in alle Winde zerstreut.


Johann Friedrich Bause, Halle 1738 – 1814 Weimar, Die drei Apostel, 1772, Kupferstich, Museum der bildenden Künste

Die Rekonstruktion der verschwunden Sammlung ist ein Puzzlespiel. In Leipzig ist nur wenig geblieben: Durch einige „vorzüglich gute“ Stücke – etwas über zwei Dutzend Gemälde – konnte zum Beispiel Maximilian Speck von Sternburg seine Sammlung vermehren. Dennoch gehört Gottfried Winckler zu den Großen in der Kulturgeschichte der Stadt, über den Goethe schrieb, dass er die „einsichtsvolle Freude, die er an seinen Schätzen hegte, sehr gern mit Anderen teilte“. Die Ausstellung wird unterstützt durch die Maximilian Speck von Sternburg Stiftung und ist ein Beitrag zum 600-jährigen Jubiläum der Universität Leipzig.


Andrea Locatelli, Rom 1695 – 1741 Rom, Römische Landschaft, um 1730, Öl auf Leinwand, Museum der bildenden Künste, Maximilian Speck von Sternburg Stiftung

ERÖFFNUNG
Mittwoch, 2. September 2009, um 18 Uhr.
Es sprechen:
Dr. Hans-Werner Schmidt, Direktor Museum der bildenden Künste Leipzig;
Dr. Richard Hüttel, Leiter der Graphischen Sammlung

UNTERSTÜTZUNG/KOOPERATION
Die Ausstellung wird unterstützt durch die Maximilian Speck von Sternburg Stiftung und ist ein Beitrag zum 600-jährigen Jubiläum der Universität Leipzig.

BEGLEITPROGRAMM
Führungen: Sonntag, 11. Oktober 2009, 11 Uhr mit Dr. Richard Hüttel;
Mittwoch, 21. Oktober 2009, 17 Uhr mit Dr. Richard Hüttel
Lebendiges Tafelkunstwerk auf Schloss Püchau: Sonntag, 27. September 2009, 15 Uhr mit Plaudereien über Gottfried Winckler, gestaltet von Benita Goldhahn. Mitwirkende: Otto Werner Förster, Dr. Richard Hüttel, Prof. Elmar Schenkel, Norbert Wehrstedt.
Details unter www.puechauer-schloss.de.

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