Emil Nolde (eigtl. Hansen), Mohn und Iris , 1930, Museum der bildenden Künste Leipzig

Emil Nolde (eigtl. Hansen)

Zwei Keile und zwei Kreise, Schwarz und Weiß, vor Grau (Giebel und Mond)

1930, Aquarell, 45,6 x 34,1 cm

Blumen sind ein zentrales Motiv in Noldes (* Nolde 1867 † Seebüll 1956) gesamten OEuvre. 1906 entsteht sein erstes Blumenbild, um 1918/20 seine ersten Blumenaquarelle. Für die Aquarelle verwendet er fast ausschließlich Japanpapier. Nolde arbeitet mit dünner, flüssiger Farbe – bevorzugt Temperafarbe, die besonders lichtecht ist – auf nassem Papier oder auch mit so nassem Pinsel, dass das Papier immer feuchter wird und die Farben frei verlaufen. Die Ausdruckskraft der Farben war ein zentrales Thema des Künstlers. In den Blumenaquarellen versuchte er die absolute Wirkung der Farbe zu vermitteln, ohne die Bindung an die

Natur zu verlieren. Nolde bevorzugte für seine Arbeiten heimische Pflanzen, und an seinen Wohnorten auf Alsen, in Untenwarf und Seebüll legte er stets Blumengärten an. Das Aquarell sowie drei weitere Blätter Noldes entgingen 1937 glücklicherweise der Beschlagnahmung der „Entarteten Kunst“.