Vortragsreihe

Die Konrad Adenauer Stiftung lädt zu der Vortragsreihe "Diktaturerfahrungen. Zwischen Vereinnahmung und Widerstand" in das Museum der bildenden Künste Leipzig ein.

 

24. Oktober 2013 | 19 Uhr

Hitlers „Mein Kampf“ – die Geschichte einer Unterschätzung
Prof. Barbara Zehnpfennig,
Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte, Universität Passau

 

In der ideologischen Hetzschrift „Mein Kampf“ verknüpfte Adolf Hitler seine radikale Weltanschauung mit einem konkreten politischen Programm. So formulierte er darin nicht nur die Grundlagen seiner auf Eroberung von „Lebensraum“ beruhenden Außenpolitik, sondern auch eindeutig antijüdische Positionen. Im Jahr 2015 erlöschen die Urheberrechte an Adolf Hitlers „Mein Kampf“. Kontrovers wird nun diskutiert, wie mit einer erneuten Veröffentlichung umzugehen ist.

 

7. November 2013 | 19 Uhr

Späte Gerechtigkeit: der Eichmann-Prozess
Gabriel Bach, Jerusalem
Stellvertretender Ankläger im Prozess gegen Adolf Eichmann

 

In Argentinien nannte er sich Otto Henninger oder Ricardo Clement, doch sein richtiger Name lautete Adolf Eichmann. Von Hannah Arendt als „unscheinbarer Schreibtischtäter“ charakterisiert, war er als Leiter des „Judenreferates“ für den Tod von Millionen Juden verantwortlich und wurde 1961 zum Tode verurteilt. Während des Verfahrens in Israel standen sich der stellvertretende Ankläger Gabriel Bach und Adolf Eichmann unmittelbar gegenüber. Bach, der als deutscher Jude selbst nur knapp dem Holocaust entkam, wird über den Prozess berichten.


14. November 2013 | 19 Uhr
Denken über die Diktatur hinaus: Der Kreisauer Kreis
Minister a.D. Klaus von Trotha, Gaggenau
Sohn des Widerstandskämpfers Carl-Dietrich von Trotha


Warum sind so viele Menschen der nationalsozialistischen Ideologie gefolgt? Wenige besaßen den Mut, in den Widerstand gegen das NS-Regime zu gehen. Neben der Gruppe um Claus Schenk Graf von Stauffenberg, die sich mit dem Attentatsversuch für einen radikalen Weg entschieden hatte, wählten die Mitglieder des Kreisauer Kreises den Weg des friedlichen Widerstandes. Sie beschäftigten sich unter anderem mit der Frage, wie ein zukünftiges, vom Nationalsozialismus befreitest Deutschland aussehen könnte.