AusstellungenVorschau

MAX KLINGER / MARKUS LÜPERTZ

Zeitgenössische Kunst

28. Januar bis 24. September 2017

Beide Künstler haben scharfe Kritik provoziert: Der bedeutende zeitgenössische Kunstkritiker Julius Meier-Gräfe bezeichnete Max Klinger abfällig als „Kunstgewerbler geringen Umfangs“, Julia Voss, Kunstkritikerin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, sieht das Leitmotiv der Stahlhelme bei Lüpertz „irgendwo zwischen Beleidigung und Gag“. Wenn Klinger (1857 – 1920) und Lüpertz (geb. 1941), der sich gerne als Malerfürst inszeniert, in Leipzig aufeinandertreffen, dann wird es auch um die Frage nach dem Provokativen und Anstößigen gehen, das mit ihrem Werk verbunden wird. Als im Dezember 2015 die Bronzeskulptur „Beethoven“ von Lüpertz vor dem Eingang des Museums der bildenden Künste aufgestellt wurde, veröffentlichte eine Gruppe von Leipziger Künstlern ein wütendes Protestschreiben gegen dieses Werk. Als Max Klinger 1890 seine „Kreuzigung Christi“ in München ausstellte, wurde sie als „ruchlose Karikatur des Heiligen, als Beleidigung des christlichen Gefühls“ verurteilt. Klinger hatte Christus mit nacktem Penis gemalt. … weiter lesen

Nolde und die Brücke

12. Februar bis 18. Juni 2017

Emil Nolde gehört zu den herausragenden Künstlern des 20. Jahrhunderts. Die Künstlergruppe „Brücke“, die 1905 in Dresden von Fritz Bleyl, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff gegründet wird, zählt zu den wichtigsten Vertretern des Expressionismus. Diese Anfang 20-Jährigen sind von den „Farbenstürmen“ des bald eine Generation Älteren Noldes begeistert und bieten ihm im Februar 1906 die Mitgliedschaft an. … weiter lesen

DDR auf Wänden.

Junge Perspektiven auf die Leipziger Malerei nach 1949

30. März bis 11. Juni 2017

Gemeinsam mit der 35. Leipziger Oberschule realisiert das Museum der bildenden Künste Leipzig im Frühjahr 2017 eine Ausstellung zur Rezeption der Malerei aus der DDR-Zeit durch Jugendliche. 16 Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse wurden mit ihrer Kunstlehrerin Frau Örtel-Köpping eingeladen, zusammen mit der Kunstvermittlerin Margret Rost und dem Kurator Frédéric Bußmann das Projekt zu entwickeln und umzusetzen. Maßgeblich unterstützt werden sie durch die Praktikantinnen Ella Falldorf und Anne Zühlke, die das Projekt unter anderem mit einem Weblog (http://ddr.museum.academy) begleiten. … weiter lesen

Ayse Erkmen & Mona Hatoum

Displacements/Entortungen

18. November bis 18. Februar 2018

Mit der Ausstellung Displacements/Entortungen initiiert das Museum der bildenden Künste Leipzig einen Dialog zwischen den Künstlerinnen Ayşe Erkmen (Istanbul) und Mona Hatoum (Beirut). Es ist die erste Doppelausstellung der beiden international bekannten Künstlerinnen. Sowohl Erkmen als auch Hatoum haben künstlerische Positionen entwickelt, in denen die Reflexion über die Spezifität eines Ortes und damit verbundener gesellschaftlicher und politischer Fragen eine wichtige Rolle spielen. … weiter lesen