Emil Nolde, Maler Schmidt-Rottluff, 1906, Nolde Stiftung Seebüll © Nolde Stiftung Seebüll

Max Pechstein, Blumengarten, 1907, Privatsammlung © 2017 Pechstein Hamburg/Tökendorf

Erich Heckel, Marschland (Dangast), 1907, Brücke-Museum Berlin © Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen

Ausstellungen
Nolde und die Brücke

12. Februar bis 18. Juni 2017

Emil Nolde gehört zu den herausragenden Künstlern des 20. Jahrhunderts. Die Künstlergruppe „Brücke“, die 1905 in Dresden von Fritz Bleyl, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff gegründet wird, zählt zu den wichtigsten Vertretern des Expressionismus. Diese Anfang 20-Jährigen sind von den „Farbenstürmen“ des bald eine Generation Älteren Noldes begeistert und bieten ihm im Februar 1906 die Mitgliedschaft an. Es kommt zum künstlerischen Austausch. Die Malerei der „Brücke“ wird durch Nolde inspiriert und dieser wiederum lässt sich anregen vom Holzschnitt, einer Domäne der „Brücke“-Künstler. Ihre fast zwei Jahre anhaltende Zusammenarbeit leitet den Beginn der modernen Kunst in Deutschland ein. Doch Nolde, der „die Flügel ja so gern frei haben will“, trennt sich von den „Brücke“-Künstlern bereits im November 1907. Das künstlerische Echo der gemeinsamen Zeit hält allerdings für alle beteiligten Künstler noch Jahre an.

Erstmals zeigen das Museum der bildenden Künste Leipzig und die Kunsthalle zu Kiel in einer gemeinsam konzipierten Ausstellung dieses aufregende Kapitel deutscher Kunstgeschichte. Rund 180 Werke der Malerei, der Zeichnung und der Druckgraphik künden von expressiv aufgeladenen Landschaften, von Porträts, die Seelenbildern gleichen, und von Orten und Räumen, die von vibrierenden Farbströmen durchzogen sind.

Die Ausstellung, an der sich zahlreiche museale und private Leihgeber beteiligen, erfolgt mit der Unterstützung des Brücke-Museums Berlin und der Nolde Stiftung Seebüll.

Förderer:
Art Mentor Foundation Lucerne, Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Leipzig, Kulturstiftung der Länder, Peter und Irene Ludwig Stiftung, Ernst von Siemens Kunststiftung sowie Förderer des Museums der bildenden Künste Leipzig e. V., Maximilian Speck von Sternburg Stiftung, E. Breuninger GmbH & Co. Leipzig.