Paul Klee, polyphon gefasstes Weiss, 1930, Zentrum Paul Klee, Bern

Paul Klee, Fuge in Rot, 1921, Privatbesitz Schweiz, Depositum im Zentrum Paul Klee, Bern

Ausstellungen
Paul Klee – Sonderklasse, unverkäuflich

1. März bis 25. Mai 2015

 

Paul Klee (1879–1940) zählt weltweit zu den bedeutendsten Vertretern

der Klassischen Moderne. Über 300 Werke seines OEuvres, die aus der

gesamten künstlerischen Schaffensphase von 1901 bis 1940 stammen,

hat Klee durch die Bezeichnung „Sonderklasse“ beziehungsweise

äquivalente Bestimmungen für eine Schau- und Nachlass-Sammlung

zusammengestellt. Sie erhielten dadurch den Status des Unverkäuflichen

und wurden so bewusst dem Kunstmarkt entzogen. Darüber hinaus kann

man diese Klassifizierung als erste selbst konzipierte „Retrospektive“ des Künstlers verstehen. Vor allem in den 1930er Jahren nutzte Klee die

„Sonderklasse“ um sein bis dahin ausgearbeitetes Werk in neuer Form

aufzugreifen und zu revidieren. Dementsprechend gibt es zahlreiche

bisher nicht entdeckte Querbezüge zwischen den „Sonderklasse“-Bildern

und anderen Arbeiten, die einen völlig neuen Blick auf das Gesamtwerk

Paul Klees eröffnet.

Zu Lebzeiten des Künstlers wurde diese Retrospektive nie realisiert. Nun

konnte eine Auswahl dieser Arbeiten erstmals für eine Ausstellung in

Bern und Leipzig zusammengetragen werden. Nahezu ein Drittel aller

„Sonderklasse“-Werke befinden sich im Zentrum Paul Klee in Bern.

Während die Ausstellung in Bern weitgehend den eigenen Bestand

präsentieren wird, werden in Leipzig neben zentralen Werken aus Bern

prominente Leihgaben aus nationalen wie internationalen öffentlichen

und privaten Sammlungen zu sehen sein. Mit mehr als 100 Arbeiten und

Dokumenten wird die Leipziger Ausstellung neben diesen selten

präsentierten Leihgaben interessante Querbezüge zwischen

„Sonderklasse“-Bildern und anderen Werken Klees aufzeigen. Zudem

wird Paul Klees Begeisterung für Musik und sein Anregungspotential für

Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts thematisiert.

Die im Vorfeld der Ausstellung zu leistende Forschungsarbeit erfolgt

durch ein qualifiziertes Team von Wissenschaftlern unter Leitung von

Prof. Wolfgang Kersten, Universität Zürich, einem der weltweit führenden

Klee-Spezialisten. Die Ergebnisse werden in einem umfangreichen, in

Leipzig realisierten wissenschaftlichen Katalog veröffentlicht, der erst-

mals alle „Sonderklasse“-Blätter erfasst und umfassend dokumentiert.

 

Informationen zum musikalischen Begleitprogramm und den Führungen finden Sie hier.

Und auch in der Klee-Werkstatt erwartet Sie ein umfangreiches Workshop-Programm für die ganze Familie.



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Unser Ausstellungsplakat (8,50 Euro) und den Katalog (49,50 Euro bei Kauf vor Ort / Buchhandel 68,- Euro) können Sie in der Museumsbuchhandlung Wasmuth erwerben.