Max Klinger, Handlung, Blatt aus der Folge "Ein Handschuh", Opus VI, 1881

Ausstellungen
Max Klinger. Opus VI

Ein Handschuh

1878 debütiert Max Klinger im Verein Berliner Künstler als Zeichner mit den „Phantasien über einen gefundenen Handschuh, der Dame, die ihn verlor, gewidmet“. 1881 kommt die erste Ausgabe des neuen Opus VI in einer Auflage von 25 Exemplaren heraus. Die sehr persönlich geprägte und biografisch beeinflusste Mappe schildert in zehn Bildern die Liebesgeschichte eines jungen Mannes, der auf einigen Blättern die Gesichtszüge Klingers trägt. Klingers Erzählweise, die realistisch wirkenden Traumvisionen sowie der versteckt offene Umgang mit erotisch aufgeladenen Bildern, quälenden Sehnsüchten und Ängsten, waren für seine Zeitgenossen ungewöhnlich und faszinieren bis heute.