Sebastian Nebe, Zerstörter Raum © Sebastian Nebe

Ausstellungsplakat

Ausstellungen
10. Kunstpreis der Leipziger Volkszeitung: Sebastian Nebe. Der neue Morgen

Die Gemälde Sebastian Nebes (*1982 Blankenburg/Nordharz) entführen den Betrachter an entlegene Orte, in verborgene Winkel im Wald oder zu verlassenen Hütten, die ihre ursprüngliche Funktion längst verloren haben und als Zivilisationsmüll dem Verfall überlassen werden. Der Mensch ist seit ein paar Jahren aus Nebes Motivwelt verschwunden, doch die dargestellten Orte warten darauf, betreten zu werden. Denn trotz der grafischen Strenge und koloristischen Kühle entfalten die großformatigen, in Öl auf Papier gemalten Bilder eine starke Sogwirkung auf den Betrachter. Wie in früheren Präsentationen kombiniert Nebe Gemälde mit Objekten: Ausrangierte Gartenmöbel tauchen in den Bildern und als dreidimensionale Gegenstände im Ausstellungsraum auf, sie fungieren als Brücke zwischen realem und illusionärem Raum. Sebastian Nebe, der in Berlin arbeitet, hat von 2005 bis 2012 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig studiert und dort ein Meisterschülerstudium bei Prof. Astrid Klein absolviert. Von 2007 bis 2010 war er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes.
Die Leipziger Volkszeitung stiftete den Kunstpreis 1994 aus Anlass ihres hundertjährigen Bestehens. Seitdem wird er alle zwei Jahre in Kooperation mit dem Museum der bildenden Künste Leipzig vergeben – 2013 zum 10. Mal. Der Kunstpreis der Leipziger Volkszeitung beinhaltet neben dem Preisgeld eine Ausstellung im Museum der bildenden Künste Leipzig mit begleitendem Katalog. Die bisherigen Preisträger sind: Via Lewandowsky (1995), Neo Rauch (1997), Jörg Herold (1999), Tamara Grcic (2001), Daniel Roth (2003), Matthias Weischer (2005), Claudia Angelmaier (2007), Julius Popp (2009) und Jochen Plogsties (2011).

23. Februar 2014, 11 Uhr: Künstlergespräch mit Sebastian Nebe und Marc Ries