Albrecht Dürer, Das Männerbad, um 1496/97, Museum der bildenden Künste Leipzig

Christane Baumgartner, A2 Abzweig Lehrte IV, 2004, Museum der bildenden Künste Leipzig © VG Bild Kunst, Bonn 2011

Ausstellungen
Hochdruck - Von Dürer bis Baumgartner

Kabinettausstellung

Die Ausstellung zeigt Höhepunkte des Holzdrucks aus dem Bestand der Graphischen Sammlung des Museums der bildenden Künste Leipzig.

Präsentiert werden 36 Meisterblätter, die den Zeitraum von fünf Jahrhunderten umfassen. Die Konzentration liegt auf den entwicklungsstarken Kernepochen des Holzschnitts - Renaissance und 20. Jahrhundert - und damit auf den besonders innovativen Stationen bildkünstlerischen Schaffens.

Der Holzdruck ist die älteste druckgrafische Technik. Seine Anfänge in Europa reichen bis in das frühe 15. Jahrhundert zurück. Anders als bei Malerei und Zeichnung ist beim Hochdruck konzeptionelles Vorgehen notwendig: die Bearbeitung des Druckstocks erfolgt spiegelverkehrt und erst auf dem gedruckten Blatt offenbart sich die Komposition. Der Holzschnitt ist dem skulpturalen Werkschaffen verwandt, da aus dem Holzstock Stege und/oder Flächen freigestellt werden. Ausschließlich von diesen erhabenen Partien erfolgt der Abdruck. Eine bei Künstlern beliebte Variante ist der Farbholzschnitt. Hierzu werden je nach Anzahl der Farben unterschiedlich viele Druckstöcke geschnitten und in aufeinanderfolgenden Arbeitsvorgängen gedruckt.

Die Ausstellung ist Teil des Kooperationsprojektes "Hochdruck in Leipzig 2011" (www.hochdruck-leipzig.de), gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, dem Kulturamt der Stadt Leipzig, Römerturm und culturtraeger.