Ausstellungen
Hartwig Ebersbach und Volker Stelzmann

Ludwig in Leipzig I

„Ludwig in Leipzig I“ präsentiert vom 29. Januar bis zum 28. März 2010 zwei sehr unterschiedliche Positionen Leipziger Kunst der 1970er und 1980er Jahre: Hartwig Ebersbach und Volker Stelzmann. Die acht Installationen von Hartwig Ebersbach entstanden zwischen 1978 und 1988. Sie bereichern

die Leipziger Sammlung als eine Werkgruppe, in der sich der Künstler vom traditionellen Tafelbild löste und das Einzelbild zu freien Raumplastiken und mehrteiligen Installationen weiterentwickelte. Auch diese Arbeiten sind, wie für Hartwig Ebersbach charakteristisch, Darstellungen von Reflexionen und Selbstbefragungen des Künstlers, für den die Figur des Kaspars als Alter ego steht. Volker Stelzmann war der erste Künstler aus der DDR, dem in Oberhausen eine Einzelausstellung gewidmet wurde. „Dies zeigt schon wie sehr die Gemälde Volker Stelzmanns innerhalb der Sammlung Ludwig durch ihre intensive Wirkung zu Fragen unserer Zeit und kunstgeschichtlichen Hintergrund auffallen.“ (Fr. W. Fernow, 1985) Von Stelzmann werden nun neun der zehn übergebenen Gemälde gezeigt (die „Kreuzabnahme I“ von 1978/79 befindet sich derzeit als Leihgabe in Budapest). Die zwischen 1976 und 1992 entstandenen Werke kreisen thematisch vor allem um Volker Stelzmanns Hauptthema: den in einer gespaltenen und bedrohten Welt lebenden, Verstrickungen, Verletzungen und Anfechtungen ausgesetzten Menschen.