Ausstellungen
Carsten Nicolai: Rota

Rosenkranz Kubus VII

Im Rosenkranz-Kubus VIII wird die aktuelle Schenkung von Dieter und Si Rosenkranz an das Museum der bildenden Künste vorgestellt. Die Arbeit rota von Carsten Nicolai (*1965 Chemnitz, lebt und arbeitet in Chemnitz und Berlin) ist eine Installation, in deren Zentrum ein rotierenden Edelstahlzylinder steht, dessen Oberfläche graviert und perforiert ist. Durch die Öffnungen dringt von innen gleißend helles Licht, das den Raum mit einem flackernden Lichtteppich auskleidet. Über Fotosensoren werden die Licht-impulse in Klang umgesetzt. Nicolai verknüpft in seinen Arbeiten Phänomene der Wahrnehmung aus dem Alltag, weiß um naturwissenschaftliche Grundlagen, gerade wenn es um Kausalitäten von optischen, akustischen und neurologischen Phänomenen in Folge geht. Zudem ist er auf dem Gebiet der elektronischen Musik tätig und arbeitet dort unter dem Pseudonym alva noto, gründete 1994 das noton.archiv für ton und nichtton sowie 1999 das Label unit raster-noton.  Rota thematisiert die Stimulation menschlicher Wahrnehmung durch Licht und Klänge, die Zustände wie Trance, Meditation, Entspannung bis hin zu Stress bewirken können. Die Arbeit steht in der Tradition der Dream- oder Mindmachines, die in den 1950er Jahren im Kontext der Beatnik-Bewegung von den Künstlern Brion Gysin und Ian Sommerville entwickelt wurden.