Ausstellungen
Gala

5 Sammler zeigen Ihre Favoriten

1. März bis 1. Juni 2009

Der 150ste Geburtstag des Museums der bildenden Künste ist der Anlass, fünf private Sammler einzuladen, eine Auswahl aus ihren Sammlungen im Museum zu zeigen. Es sind unterschiedliche Charaktere mit ausgeprägter Sammlerleidenschaft, so wie es die Gründungsväter des Museums der bildenden Künste waren. Die Gäste ergänzen auf hervorragende Weise die Sammlungen des Museums bzw. besetzen Felder, die aus der Geschichte des Museums Vakanzen darstellen.

 

MEIN LEIPZIG LOB ICH MIR“ – WERKE AUS DER SAMMLUNG BARBARA UND EDUARD BEAUCAMP.

Eduard Beaucamp (geb. 1937) war von 1966 bis 2002 Kunstkritiker der

Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Seit den frühen 70er Jahren hat er ein

nachhaltiges Interesse für die Kunst der DDR entwickelt, vornehmlich für die

“Gründerväter“ der Leipziger Schule. Noch heute ist er engagierter Autor und

Vortragender, dem es ein Anliegen ist, den Ostteil der deutschen

Nachkriegskunstgeschichte im allgemeinen Bewusstsein zu verankern. Als Kritiker und Freund der Leipziger Kunstszene hat er eine sehr persönliche Sammlung zusammengetragen, die erstmals öffentlich ausgestellt wird.

 

MODERNE WIRD KLASSIK - VON HODLER BIS BECKMANN. DIE SAMMLUNG DES BARON EDUARD VON DER HEYDT.

Die Sammlung der Bankier- und Kunstsammlerfamilie Von der Heydt in

Wuppertal, deren Engagement 1902 zur Gründung des Städtischen Museums

Elberfeld führte, Vorläufer des heutigen Von der Heydt-Museums, zählte zu den

bedeutendsten europäischen privaten Sammlungen des 19. und 20. Jahrhunderts. Aus dieser international ausgerichteten Sammlung wird eine Auswahl von 40 Meisterwerken der klassischen Moderne präsentiert u.a. von Degas, Beckmann, Heckel, Hodler, Jawlensky, Kandinsky, Kirchner, Macke, Munch, Nolde, Pissaro, Toulouse-Lautrec und Werefkin.

 

EIN FEST DER SINNE – NIEDERLÄNDISCHE KUNST DES 16 UND 17. JAHRHUNDERTS AUS DER SAMMLUNG CHRISTOPH MÜLLER

Der Journalist und ehemalige Verleger Christoph Müller, der 1938 in Tübingen

geboren wurde, hat eine der größten privaten Sammlungen niederländischer

Malerei, Graphik und Zeichnung des 17. Jahrhunderts in Deutschland zusammengetragen. Die Sammlung ist insbesondere in dem Bereich der Genre-, Architektur und Landschaftsmalerei von großer Stärke. Sie beinhaltet auch weniger bekannte, aber herausragende Maler aus dem Goldenen Zeitalter der Niederländischen Malerei, die es zu entdecken gilt. In überwiegend klein- bis mittelgroßen Formaten, die für ein bürgerliches Interieur geeignet waren und sind, vermitteln die Bilder der Sammlung Christoph Müller den intimen Reiz einer erlesenen bürgerlichen Privatsammlung.

 

„WARUM ICH KEIN KONSERVATIVER BIN“ – WERKE AUS DER SAMMLUNG ANNA UND MICHAEL HAAS

Der im Schwarzwald geborene Michael Haas (*1952) ist seit mehr als 30 Jahren

im Kunsthandel tätig. Wie viele seiner Berufskollegen (z. B. Bühler-Brockhaus,

Gunzenhauser) hat er in Parallele zum Kunsthandel gemeinsam mit seiner Frau

eine private Sammlung aufgebaut. Die Schwerpunkte liegen auf der Klassischen Moderne und den unmittelbaren Vorläufern – wie auch auf der Kunst der letzten 40 Jahre. Hier sind es vor allem Malereipositionen, die das Feld eines kritischen Realismus neu ausloten. Daneben gilt das Interesse skulpturalen Positionen mit erzählerischem Charakter. Aus der Sammlung Haas sind Werke zu sehen, die vornehmlich nach der Jahrtausendwende entstanden sind.

 

NAM JUNE PAIK – VIDEOBUDDHA AUS DER SAMMLUNG DIETER UND SI ROSENKRANZ

Bisher konnten wir mit fünf Ausstellungen Werke aus der Sammlung Dieter und Si Rosenkranz im ‚Rosenkranz Kubus’ zeigen. Aktuell steht nun eine Auswahl von Werken des südkoreanischen Video-Pioniers Nam June Paik (1932–2006) an. Dieter Rosenkranz hat den Künstler seit den frühen 1960er Jahren begleitet. So gibt es in der Sammlung großdominierte Video-Installationen wie auch Papierarbeiten, die sowohl über einen dokumentarischen wie auch

eigenkünstlerischen Wert verfügen.