AusstellungenAktuell

Die Schenkung Böhm

23. Mai bis 23. August 2015

2014 vermachte Christian Böhm dem Museum eine großzügige Schenkung zeitgenössischer Kunst. Werke von Tilo Baumgärtel (*1972), Ulrich Gebert (*1976), Henriette Grahnert (*1977), Martin Parr (*1952), Ricarda Roggan (*1972), Thomas Scheibitz (*1968), Norbert Schwontkowski (1949–2013), Andreas Slominski (*1959), Andy Warhol (1928-1987) und anderen fanden Eingang in die Sammlung des Museums. Die Schenkung spiegelt Böhms langjährige Sammelleidenschaft für Fotografie, Malerei, Zeichnungen und Installationen zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler. Sein Interesse gilt nicht nur der aktiven Leipziger Kunstszene, aufmerksam verfolgt Böhm die nationalen und internationalen Kunstentwicklungen in den unterschiedlichen künstlerischen Medien. Eine Auswahl der Schenkung ist in den … weiter lesen

In guter Nachbarschaft

Vielfalt und Reichtum aus 25 Leipziger Sammlungen

20. Juni bis 13. September 2015

Das Jahr 2015 steht unter dem Motto „1000 Jahre Leipzig. Wir sind die Stadt.“ Denn in der Geschichtschronik des Bischofs Thietmar von Merseburg findet sich für das Jahr 1015 mit der Formulierung "et in urbe Libzi vocata" die älteste überlieferte Erwähnung Leipzigs. Das Jubiläumsjahr bietet viele Höhepunkte wie das längste Bürgerfest, das StadtFestSpiel, ein Festkonzert oder die Festwoche. Innerhalb dieses Festreigens eröffnet das Museum der bildenden Künste Leipzig in Kooperation mit 25 Leipziger Institutions- und Museumssammlungen am 19. Juni die Ausstellung „In guter Nachbarschaft.“ Die Ausstellung wird von dem Leitgedanken getragen, dass „1000 Jahre Leipzig“ auch eine traditionsreiche, bürgerliche Sammelkultur bedeuten, die bis in den Anfang des 18. Jahrhunderts zurückreicht. Gesammelt wurde in dieser Zeit alles; ohne Unterschiede führte man Artefakte – Gemälde, Skulpturen, Bücher, Musikinstrumente – und natürliche Raritäten und Kuriositäten – Korallen, Bergkristalle, Tierpräparate – in den bürgerlichen Kunstkabinetten zusammen. Im 19. Jahrhundert gingen diese enzyklopädisch angelegten Wunderkammern als Stiftungen oder Vermächtnisse in den entstehenden städtischen Museumssammlungen auf. … weiter lesen

Max Klinger. Opus XI

Vom Tode. Erster Teil

15. April bis 16. August 2015

Mit der Planung der elften druckgrafischen Folge „Vom Tode. Erster Teil“ (1889) begann Klinger bereits 1882. In vorangegangenen Zyklen sowie als Student in den 1870er Jahren hatte er sich immer wieder mit dem Thema des Todes beschäftigt, das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zahlreiche Künstler zu Bildfindungen herausforderte. Mit Opus XI widmete er erstmals eine komplette druckgrafische Folge dem Tod. Dies resultierte auch aus Klingers Beschäftigung mit religiösen und philosophischen Anschauungen. Davon zeugt im letzten Blatt, „Der Tod als Heiland“, der gleichsam in Stein gemeißelte Leitsatz von Opus XI, der auf die Lektüre Schopenhauers und Mendelssohns zurückgeht: „WIR FLIEH’N DIE FORM DES TODES, NICHT DEN TOD; DENN UNSRER HOECHSTEN WUENSCHE ZIEL IST: TOD“. Schopenhauers Schrift „Parerga und Paralipomena“ (1851) bildete für Klinger seit den 1870er Jahren eine wichtige Quelle und war prägend für die Idee von der Unabwendbarkeit des Todes sowie der Furcht vor den Todesumständen. Auch Moses Mendelssohns Text „Phädon“ (1767) diente Max Klinger als Inspiration und ist im letzten Blatt spürbar. So schreibt Mendelssohn: „Sobald wir mit dem Leben … weiter lesen