AusstellungenAktuell

Paul Klee – Sonderklasse, unverkäuflich

1. März bis 25. Mai 2015

Paul Klee (1879–1940) zählt weltweit zu den bedeutendsten Vertretern der Klassischen Moderne. Über 300 Werke seines OEuvres, die aus der gesamten künstlerischen Schaffensphase von 1901 bis 1940 stammen, hat Klee durch die Bezeichnung „Sonderklasse“ beziehungsweise äquivalente Bestimmungen für eine Schau- und Nachlass-Sammlung zusammengestellt. Sie erhielten dadurch den Status des Unverkäuflichen und wurden so bewusst dem Kunstmarkt entzogen. Darüber hinaus kann man diese Klassifizierung als erste selbst konzipierte „Retrospektive“ des Künstlers verstehen. Vor allem in den 1930er Jahren nutzte Klee die „Sonderklasse“ um sein bis dahin ausgearbeitetes Werk in neuer Form aufzugreifen und zu revidieren. Dementsprechend gibt es zahlreiche bisher nicht entdeckte Querbezüge zwischen den „Sonderklasse“-Bildern und anderen Arbeiten, die einen völlig neuen Blick auf das Gesamtwerk Paul Klees eröffnet. Zu Lebzeiten des Künstlers wurde diese Retrospektive nie realisiert. Nun konnte eine Auswahl dieser Arbeiten erstmals für eine Ausstellung in Bern und Leipzig zusammengetragen werden. Nahezu ein Drittel aller „Sonderklasse“-Werke befinden … weiter lesen

Max Klinger. Opus XI

Vom Tode. Erster Teil

15. April bis 16. August 2015

Mit der Planung der elften druckgrafischen Folge „Vom Tode. Erster Teil“ (1889) begann Klinger bereits 1882. In vorangegangenen Zyklen sowie als Student in den 1870er Jahren hatte er sich immer wieder mit dem Thema des Todes beschäftigt, das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zahlreiche Künstler zu Bildfindungen herausforderte. Mit Opus XI widmete er erstmals eine komplette druckgrafische Folge dem Tod. Dies resultierte auch aus Klingers Beschäftigung mit religiösen und philosophischen Anschauungen. Davon zeugt im letzten Blatt, „Der Tod als Heiland“, der gleichsam in Stein gemeißelte Leitsatz von Opus XI, der auf die Lektüre Schopenhauers und Mendelssohns zurückgeht: „WIR FLIEH’N DIE FORM DES TODES, NICHT DEN TOD; DENN UNSRER HOECHSTEN WUENSCHE ZIEL IST: TOD“. Schopenhauers Schrift „Parerga und Paralipomena“ (1851) bildete für Klinger seit den 1870er Jahren eine wichtige Quelle und war prägend für die Idee von der Unabwendbarkeit des Todes sowie der Furcht vor den Todesumständen. Auch Moses Mendelssohns Text „Phädon“ (1767) diente Max Klinger als Inspiration und ist im letzten Blatt spürbar. So schreibt Mendelssohn: „Sobald wir mit dem Leben … weiter lesen